5 Tipps für die Verwendung von kostenlosen Fotos

Wer auf der Suche nach Gratis-Bildern zum Download ist, beispielsweise für sein Blog, seine Website oder seine Präsentation, findet sich schnell in einem undurchsichtigen Dschungel von Begriffen und Beschränkungen wieder und läuft bei unsachgemäßer Verwendung Gefahr, ungewollt eine Urheberrechtsverletzung zu begehen.

Wir haben 5 Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen eine Menge Geld, Zeit und Ärger ersparen können.

Kostenlose Fotos für Social Media

„Das Posten hatte sich der neue Social Media Manager Norbert einfacher vorgestellt.“ (Foto: bu10094125)

Tipp 1: Lizenzfrei ist nicht kostenlos

Oft werden die Begriffe „lizenzfrei“ und „kostenlos“ verwechselt oder vermischt.

„Lizenzfrei“ ist die etwas ungenaue deutsche Übersetzung des englischen Begriffs „royalty-free“. Vereinfacht gesagt ist eine Lizenz eine Einschränkung, beispielsweise in Bezug auf die Dauer der Nutzung, die Art des Zielmediums, die Auflage, Geografie o.ä. Bei lizenzfreien Bildern gibt es solche Einschränkungen in der Regel nicht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Bilder kostenlos, also gratis zu haben wären. In der Regel muss für lizenzfreie Bilder (genauer gesagt: für den Erwerb der Nutzungsrechte) bezahlt werden.

„Kostenlos“ bedeutet hingegen, dass die Bilder frei, also ohne Gebühr genutzt werden können. Dies können beispielsweise „gemeinfreie“ Bilder sein („public domain“), an deren Nutzung tatsächlich gar keine Bedingung geknüpft ist. Darüber hinaus gibt es freie Lizenzen, wie z.B. Creative Commons, die die kostenlose Nutzung eines Fotos unter bestimmten Voraussetzungen, die der Urheber festlegt, erlauben. Dies kann beispielsweise einfach eine Namensnennung des Autors sein. Oder aber es wird, wie bei vielen Fotoportalen oder Stockfoto-Agenturen üblich, eine Gegenleistung in Form eines Backlinks (Verlinkung auf das Portal im Kontext des verwendeten Bildes) verlangt.

Tipp 2: Meiden Sie die Bildersuche bei Google, Bing & Co.

Auf keinen Fall sollten Sie sich einfach bei Suchmaschinen wie der Google Bildersuche bedienen. Zu groß ist die Gefahr, dass das verwendete Bild urheberrechtlich geschützt ist.

Tipp 3: Kommerzielle Verwendung

Vorsicht ist bei kostenlosen Bilderportalen geboten. Diese erlauben oft die Nutzung für private, jedoch nicht für kommerzielle Zwecke. Ist Ihr Blog nun privat oder kommerziell? Oft macht schon das Schalten eines Werbebanners aus Ihrem Blog eine kommerzielle Website mit Gewinnerzielungsabsicht.

Tipp 4: Social Media

Sie möchten ein Foto bei sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Pinterest o.ä. posten? Hier gilt es zu beachten, dass hierbei oft das Nutzungsrecht an die jeweilige Plattform abgetreten wird. Sie sollten daher vorher genau prüfen, ob der Autor des von Ihnen verwendeten Bildes dies erlaubt. Oft sind für einen geringen Aufpreis sogenannte Social Media-Lizenzen verfügbar. Hierüber wird Ihnen ausdrücklich die Nutzung in sozialen Netzwerken erlaubt.

Tipp 5: Model und Property Releases

Sind Personen auf dem Foto abgebildet? Diese müssen ihre Einwilligung für die Verbreitung und Veröffentlichung in Form einer Modellfreigabe (englisch „Model Release“) gegeben haben. Ähnlich verhält es sich mit Fotos von Eigentum, oder solchen, die auf einem privaten Grundstück aufgenommen wurden. Hierfür ist eine schriftliche Fotografieerlaubnis in Form eines „Property Release“ einzuholen. Viele Fotoplattformen machen es sich einfach und wälzen die Überprüfungspflicht an den Endnutzer ab. Vermeiden Sie Ärger und achten Sie darauf, dass diese Dokumente für das von Ihnen verwendete Bild vorliegen.

Fazit

Vermeiden Sie rechtliche Probleme. Das vermeintliche Fotoschnäppchen kann im Nachhinein schnell teuer werden. Bildunion bietet Ihnen viele kostenlose und auch lizenzfreie Bilder für die kommerzielle Verwendung und Social Media. Für alle Fotos liegen die benötigten Model und Property Releases vor. Wir freuen uns über einen Backlink oder eine Quellenangabe, verlangen diese jedoch nicht.

Zu den kostenlosen Bildern von Bildunion

 

Keine Rechtsberatung: Dieser Blogbeitrag dient lediglich der Information und gibt die persönliche Meinung des Autors wieder. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um Rechtsberatung handelt. Bitte konsultieren Sie im Zweifel einen spezialisierten Rechtsanwalt Ihres Vertrauens.